Dr. Robert Plötz verstorben

Unser Gründungspräsident und Ehrenmitglied verschied unerwartet am 26. August 2017. Mit ihm verstarb ein Pilger, Freund und Wissenschaftler, der in der jakobäischen Welt hoch anerkannt war, nicht nur durch Studien zu den Ursprüngen des Kultes und zur Kulturgeschichte der Pilgerwege nach Santiago de Compostela.  

Robert Plötz wurde am 18. Juli 1942 in Nürnberg geboren, studierte Germanistik, Geschichte, Philosophie, Volkskunde und Sport an der Universität Würzburg und promovierte dort zum Dr. phil. mit dem Thema "Ad limina beati Jacobi". Anschließend war er von 1971 bis 1977 als Lektor an der Universität Oviedo (Asturien) tätig. Von 1979 bis 2007 war er Direktor des Niederrheinischen Museums für Volkskunde und Kulturgeschichte in Kevelaer. Als er anschließend in seine Heimat Franken, nach Würzburg zurückkehrte, nahm er von 2008 bis 2013 Lehraufträge an der dortigen Universität wahr.

1987 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der Deutschen St. Jakobus-Gesellschaft und wurde ihr Gründungspräsident. Er hat unsere Gesellschaft 25 Jahre lang bis 2012 in dieser Funktion stark geprägt und maßgeblich zu ihren Erfolgen beigetragen.

Zahlreiche Auszeichnungen wurden Dr. Robert Plötz zuteil, darunter die Medalla de Ouro da cidade de Santiago de Compostela (1999), 2001 die Medalla de Galicia der Xunta de Galicia, und 2004 das Bundesverdienstkreuz. Seit seiner Gründung war er Mitglied im Comité Internacional de Expertos del Camino de Santiago.

Robert Plötz engagierte sich zeitlebens für die Pilgerfahrt und den Jakobuskult. Wir verlieren mit Robert Plötz nicht nur unseren Gründungspräsidenten, sondern auch einen Pilger, Wissenschaftler und Freund, der nun seine irdische Pilgerfahrt vollendet hat.  

Das Requiem war am 13.09.2017 in St. Peter und Paul Würzburg und anschließend die Beerdigung auf dem Hauptfriedhof in Würzburg.

Die Deutsche St. Jakobus-Gesellschaft e.V. dankt und trauert gemeinsam mit seiner Familie.